Pyrenen in Spanien



Pyrenäen

Die Pyrenäen erstrecken sich auf einer Länge von 430 Kilometern. Die herrliche Gebirgskette mit ihren faszinierenden Landschaften und Gesteinsformationen trennt die Iberische Halbinsel im Süden vom übrigen Europa. Umgeben vom Gebiet des Atlantischen Ozeans und dem Mittelmeer grenzen die Pyrenäen gleich an zwei Meere.

Das beeindruckende Areal der Gebirgskette bildet die Staatsgrenze zwischen Frankreich und Spanien.
Der kleine Zwergstaat Andorra liegt inmitten des Gebirges eingebettet. Hier herrscht ein ganz besonderes Flair. Die Luft ist sehr feucht und trotzdem klar. Die bewaldete Umgebung ist bestechend schön und zieht den Besucher in seinen Bann. Die dominierende Farbgebung in dem kleinen Staat Andorra ist grün. Dies beruht natürlich auf der satten Grünfärbung der Landschaften.

Wer die Pyrenäen bereisen möchte, muss sich eventuell entscheiden, welchen Teil er sehen möchte. Man unterscheidet im Gebirge zwischen den westlichen, den Hoch- und östlichen Pyrenäen.

Der höchste Berg der Pyrenäen ist der Pico de Aneto. Dieser befindet sich im Maladeta-Massiv und misst stolze 3.404 Meter. Das atemberaubende an den Pyrenäen und deren Landschaften sind die über 200 Gipfel, die alle über eine Höhe von mehr als 3.000 Meter verfügen. Die höchsten Berge sind mit Gletschern bedeckt.

Besondere Gletscherlandschaften

Wissenschaftler schlagen jedoch Alarm, denn seit der Mitte des 19. Jahrhunderts befinden sich die Gletscher in einem überaus rasanten Rückzugsprozess.
Die Gletscher verlieren leider immer mehr an Größe. Durch den Gletscherrückgang hat zum Beispiel der Ossoue-Gletscher am Vignemale sehr viel von seiner Größe eingebüsst. Dies wird auch weiterhin so fortlaufen. Diese Entwicklung lässt sich offensichtlich nicht stoppen. Trotz allem sind diese beeindruckenden Eismassen eine Besichtigung und Wanderung allemal wert.

Wichtige Funktion der Pyrenäen


Die Pyrenäen haben eine mit dem Alpenraum eng verknüpfte Funktion im kulturellen Bereich. Die Bewohner der Pyrenäenregionen in den drei drei Anrainerstaaten Frankreich, Spanien und Andorra sprechen zum Beispiel die gleichen Sprachen. In allen drei Gebieten wird Katalanisch, Gaskognisch und Baskisch gesprochen.

Leben und Arbeiten in den Pyrenäen


Hauptsächlich nutzt die dort lebende Bevölkerung das fruchtbare Land zur Landwirtschaft. Nicht nur der Ackerbau steht hier im Vordergrund, ganz besonders profitiert die Viehzucht und die Weidewirtschaft von dem satten und üppigen Grün der Pyrenäen. Hier liegt ein Stückchen Erde, das völlig unberührt und gesund erscheint. So erzeugen die Pyrenäenbauern durch ihre Schaf-, Rinder- und Ziegenherden zahlreiche Käsesorten, die auch international beliebt und anerkannt sind. Im Sommer sieht man die großen Herden auch auf den Hochalmen. Darüber hinaus ist das gesamte Areal, besonders auf der spanischen Seite bekannt für sein Weinanbaugebiete. Hier gedeihen und reifen die herrlichsten Weinsorten.

Wer hier in den Pyrenäen wandern geht, kann nicht nur die umfangreiche Landwirtschaft bestaunen, sondern findet auch einige der hier liegenden Kalkgestein-Höhlen.
Die Pyrenäen entstanden vor etwa 50 bis 100 Millionen Jahren. Die Gesteinsarten der Gebirgskette sind unterschiedlich. Neben den Kalksteinformationen, findet man auch Granite. Das Faltengebirge war während der Würmeiszeit vermutlich, von einer geschlossenen Eisdecke überzogen. Dadurch konnten sich in verschiedenen Tälern Gletscherseen bilden. Dieses Naturschauspiel sollte man sich nicht entgehen lassen.
Die auf der französischen Seite gelegenen Mischwälder laden zu herrlichen Wandertouren oder Radausflügen ein. Hier leben sogar noch Braunbären. Sie halten sich überwiegen in einer Höhe von 1.800 Metern auf.

 

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